Herbstübung 2005 in Seelbach

PKW kollidiert mit Tanklaster

Übungsannahme:
Ein mit drei jugendlichen Insassen besetzter PKW befährt die Tretenhofstraße in Richtung Lahr. Aufgrund überhöhter Geschwindigkeit kommt die Fahrerin dabei in der „Bären-Kurve“ auf die Gegenfahrbahn. Dort kollidiert sie zunächst mit einem entgegenkommenden Tanklaster und bleibt mit dem Fahrzeug in der Folge in Höhe des Gasthauses „Bären“ auf der Fahrbahn liegen.
Die Insassen des PKW werden durch den Aufprall schwer verletzt und sind im Fahrzeug eingeklemmt.

Der Tanklaster kommt bei seinem Ausweichmanöver ebenfalls von der Fahrbahn ab und prallt rechts der Straße in das Schaufenster eines Raumausstattungsgeschäftes.
Durch einen elektrischen Kurzschluß fängt der Motorraum des Tanklastwagens Feuer, welches sich schnell auf die Gardinen und Stoffe in der Auslage des Geschäftes ausbreitet. Zum Zeitpunkt des Unfalls befinden sich noch zwei Personen im Gebäude, deren Fluchtweg durch den LKW versperrt ist.

Übungsablauf PKW:
Nachdem das Fahrzeug gegen Wegrollen gesichert wurde, konnte durch den offenen Kofferraum rasch Zugang zu den Insassen geschaffen werden. Das Rote Kreuz begann über diesen Zugang sofort mit der Erstversorgung der Patienten.
Der erste Jugendliche auf der Rückbank wurde daraufhin durch die Kofferraumöffnung aus dem Fahrzeug gerettet und vom Roten Kreuz zur weiteren Versorgung übernommen.
Die Fahrerin sowie die Beifahrerin waren so stark verletzt, dass sie zunächst intensiv vom Roten Kreuz mit Infusionen, Halskrausen und Schienen versorgt werden mussten, bevor mit der Befreiung begonnen werden konnte. Nach Rücksprache mit den Sanitätern wurden anschließend die Türen und das Dach des PKW entfernt, um eine möglichst schonende Rettung zu ermöglichen. Alle Verletzten wurden danach zur weiteren Versorgung vom DRK abtransportiert.

Übungsablauf Gebäude und LKW:
Der Atemschutztrupp des TLF begab sich sofort in das Gebäude, um sich um die eingeschlossenen Verletzten zu kümmern. Diese wurden aus dem Gebäude befreit und ebenfalls den Sanitätern übergeben. Gleichzeitig wurde mit einem 1. Rohr mit der Brandbekämpfung des Entstehungsbrandes begonnen.. Der 2. Atemschutztrupp begann ebenfalls mit der Brandbekämpfung im Inneren des Gebäudes.
Zur Absicherung der Einsatzstelle wurde zusätzlich um den Tanklastzug noch ein Schaumteppich gelegt, da dieser mit Heizöl beladen war und somit ein hohes Gefährdungspotential von ihm ausging.

Die ebenfalls alarmierten Abteilungen Wittelbach und Schönberg unterstützten mit Atemschutzgeräteträgern die Brandbekämpfung. In der Folge wurden rund um den LKW weitere Rohre in Stellung gebracht, um den Brandschutz sicher zu stellen. Aufgrund dieser Maßahme war auch eine größere Wasserversorgung notwendig, die durch zwei Zubringerleitungen von der Schutter sichergestellt wurde.

Die Jugendfeuerwehr übernahm die Betreuung und Kontrolle der mehrere hundert Meter langen Schlauchleitungen.