Die Freiwillige Feuerwehr Seelbach hat sich früh mit dem Thema Kinder- und Jugendschutz befasst und ein umfassendes Kinderschutzkonzept entwickelt, das dieses Jahr eingeführt wurde. Damit reagiert die Feuerwehr auf gesetzliche Vorgaben und übernimmt Verantwortung für den Schutz der ihr anvertrauten Kinder und Jugendlichen.
Bereits im Jahr 2024 zeichnete sich ab, dass der Gesetzgeber den Kinder- und Jugendschutz stärker in den Fokus rücken wird. Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Stärkung der Strukturen gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen zum 1. Juli 2025 wurde diese Entwicklung konkret: Organisationen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, sind seither verpflichtet, Schutzkonzepte zu entwickeln – und zwar nicht nur gegen sexuelle Gewalt, sondern gegen jede Form von Gewalt.
Im September 2024 wurde in der Feuerwehr Seelbach eine Arbeitsgruppe „Kinderschutzkonzept“ ins Leben gerufen. Ziel war es, ein individuelles und praxisnahes Konzept zu erarbeiten, das auf die Strukturen und Angebote der Feuerwehr zugeschnitten ist.
Die Arbeitsgruppe bestand aus Diana Fehrenbacher, Markus Griesbaum, Tobias König, Simon König, Kerstin Rehor, Kai Rehor, Tobias Schwarz, Tobias Wagner und Christopher Weber.
Unterstützt wurde der Prozess durch das Projekt „Kinderschutz in Baden-Württemberg (KiSchuBW)“, das die fachliche Begleitung durch einen anerkannten Kinderschutzberater ermöglichte.
In den folgenden Monaten arbeitete die Gruppe intensiv an der Ausarbeitung des Konzepts. In insgesamt zwölf Sitzungen, ergänzt durch Begehungen und Befragungen, wurden alle Bereiche analysiert, in denen die Feuerwehr mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt steht. Dazu zählen die Jugendfeuerwehr, die Kindergruppe, das Zeltlager, minderjährige Mitglieder in den Einsatzabteilungen, das Sommerferienprogramm sowie die Brandschutzerziehung in Schulen und Kindergärten.
„Uns war wichtig, ein Konzept zu entwickeln, das wirklich zu unserer Feuerwehr passt und im Alltag gelebt werden kann“, erklärt Christopher Weber, stellvertretender Kommandant.
Im November 2025 konnte das Kinderschutzkonzept fertiggestellt werden. Ein zentraler Bestandteil ist die klare Benennung von Zuständigkeiten: Markus Griesbaum übernimmt die Funktion des Präventionsbeauftragten. Er ist zentrale Ansprechperson für alle Fragen rund um den Kinder- und Jugendschutz – für Kinder und Jugendliche ebenso wie für Eltern und Mitglieder. Eine vertrauliche Kontaktaufnahme ist jederzeit per E-Mail an praevention@feuerwehr-seelbach.de möglich.
Das Konzept ist verbindlich für alle Betreuerinnen und Betreuer sowie für die Mitglieder der Einsatzabteilungen und schafft klare Strukturen, Verhaltensregeln und Handlungssicherheit im Umgang mit Kindern und Jugendlichen.
Das Kinderschutzkonzept ist abrufbar unter: Kinder- und Jugendschutzkonzept
